Am 8.8.2009 fand das erste Nicht-Picknick in Braunschweig statt.
Nachdem das Thema in den Massenmedien durch ist und auch in der Blogosphäre langsam Ruhe einkehrt, will ich kurz beschreiben, was übrig bleibt von dem Flashmob (?) und warum so ein Picknick einen komischen Beigeschmack bekommen kann.
Um kurz nach dem offiziellen Nicht-Beginn trudelte ich mit einigen Freunden auf dem Schloßplatz ein und viele Nicht-Picknicker hatten sich dort auch schon versammelt. Was aber deutlich auffälliger war, als die friedlichen Picknicker, war die Piratenpartei. Diese hatte für den Samstag sowieso eine offizielle Demo angemeldet und nutzten ihr “Privileg” auch voll und ganz aus. Man “bereicherte” den Flashmob mit (komischer) Musik, die meiner Meinung nacht total störend war. Oder picknickt von euch jemand mit lauter Techno-Mucke oder dem “Zensursula-Song”? Es gab sogar einen Act: Jumpstyle. Im Grunde ne lustige und faszinierende Sache – aber an dieser Stelle irgendwie unpassend und viel zu Aufrdinglich:
Im Vorfeld gab es viele Aufrufe bitte NICHT zu picknicken. Unter anderem so abstruse Sache wie dieses Video:
Und auch bei Twitter war das Nicht-Picknick in aller Munde:

Im Vorfeld hatte ich meinen Download-Manager angewiesen, das Bild der Webcam alle 5 Minuten zu speichern. Anschließend wollte ich die Bilder hintereinanderlegen, so dass ein kleines Zeitraffer Video der ganzen Aktion entsteht. (Leider) war ich nicht der einzige mit der Idee und dieses Video ist (bis auf die Musik) echt gut gemacht, so dass ich mir die Arbeit, es selbst auch nochmal zu basteln, gespart hab:
Die Piratenpartei, die mir ansonsten überaus sympathisch ist, hat leider ziemlich genervt. Ich fand den Auftritt viel zu aufdringlich und für außenstehende muss es wie eine Demonstration der Piratenpartei ausgesehen haben. Andere Parteien und Bürgerinitiativen waren auch anwesend und haben Flyer verteilt. Insgesamt war mir das ganze zu politisch, was allerdings nicht verwunderlich ist, haben doch die Massenmedien das Thema ziemlich gepusht und politisert. So lief sogar nachträglich noch ein Bericht bei Sat.1 über das Picknick – was ja nun im Grunde wirklich sehr unspäktakulär war (wie es ja auch sein sollte).
Das aber auch Lord Schadt ziemlich politisch ist und den ganzen Rummel um seine Person und as Picknick gut ausnutzt war unverkennbar. Ständig wurde er von irgendwem interviewt und befragt. Außerdem hat er einen offenen Brief an Dr.Gert Hoffmann geschrieben. Man findet diesen zum Beispiel in der Nicht-Picknick Gruppe bei studivz. In dem Brief kritisiert er unter anderem, dass sich Hoffmann nicht davon distanziert, dass die NPD ihn unterstützt.
Da ich hier aber kein Polit-Blog betreiben möchte, stoppe ich an dieser Stelle,
denn neben alledem hat es echt Spaß gemacht zu picknicken
